Brennen

Erhalt und Entwicklung der Donau-Brennen

 

Entstehung:Donaubrenne

Brennen sind vom Fluß selbst geschaffene, instabile, leicht erhöhte Sedimentablagerungen aus Kies und Sand, die vom normalen Hochwasser nicht oder nur selten erreicht werden. Es erfolgt auf diesem Weg keine Nährstoffzufuhr, so daß diese flachen Kiesrücken sehr nährstoffarm sind. Da keine Anbindung mehr zum Grundwasser besteht und der Kiesuntergrund stark wasserdurchlässig ist, wird der Wasserhaushalt von der dünnen Feinerdeauflage bestimmt. Es tritt somit vor allem in den Sommer- und Spätsommermonaten starker Wassermangel auf. Aus dieser Austrocknung und starken Erhitzung, die auf den oft strauchfreien Magerrasen entsteht, ist wohl auch der Name "Brenne" bzw. "Heißländer" (Österreich) herzuleiten.

 

Auf den Brennen, die ökologische Sonderstandorte als "Begleiterscheinung" der Donauauen sind, ist ein besonderer Artenreichtum zu finden. Vor allem wärmeliebende Arten haben hier durch die direkte Sonneneinstrahlung ideale Wachstumsbedingungen. Da Brennen durch die staugeregelte Donau nicht mehr neu geschaffen werden können ist die Pflege und Entwicklung der ökologisch wertvollen Brennenstandorte für den Erhalt der Artenvielfalt nötig. Eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten fordern dies von uns.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Orchidee

Pflanzen:

Die Brenne ist vor allem für Orchideen interessant, da sie einen trockenwarmen und nährstoffarmen Standort darstellt. So findet man Siegwurz, Helmknabenkraut, Brandknabenkraut, Hohes Veilchen, Kreuz-und Frühlingsenzian, aber auch die Knollen-Kratzdistel.

 

Falter:

Viele Tagfalter sind auf eine bestimmte Pflanzenart angewiesen, wie der Kreuzenzian-Ameisenbläuling, und haben daher ihr Vorkommen in der Brenne. Es lassen sich auch noch Blaukernauge, Violetter Kronwickenbläuling, Wald-Wiesenvögelein und Himmelblauer Bläuling sehen.

 

Heuschrecken:

 

Zu den gefährdeten Heuschreckenarten der Brenne zählen Blauflügeliger Ödlandschrecke, Verkannter Grashüpfer, Westliche Beißschrecke, Rotleibiger Grashüpfer und Große Goldschrecke.

 

Vögel:

Es gibt einige Vogelarten, die die Brenne vor allem bei der Nahrungssuche nutzen. Das sind unter anderem Baumpieper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Wendehals, Grau- und Grünspecht.

 

 

 

Pflege- und Entwicklungskonzept:

  • Durchführung von Entbuschungs- und Erstpflegemaßnahmen
  • Vergrößerung der Brennenflächen
  • Regelmäßige Mahd der Brennen im 2 jährigem Turnus
  • Vernetzung von Brennen
  • Neuschaffung vegetationsloser Kiesrohböden

drucken nach oben