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      Landschaft

 

Das Tal der Paar, einem malerischem Flüsschen, ist eine märchenhafte Landschaft voller Geheimnisse, Überraschungen und seltener Schönheiten. Daher ist das Paartal auch eine schützenswerte Region, deren Bedeutung in Atlanten und auf Landkarten häufig ignoriert wird. Der naturnahe Fluss hat sich noch an vielen Stellen ihre Unberührtheit bewahrt, wo der Mensch die unendliche Stille und Größe genießen kann. Wenn die Sonne ihre ersten schüchternen Strahlen durch die Äste und Zweige der Bäume schickt, die blitzend auf die Wasseroberfläche treffen und in tausend verschiedene Farbfunken auseinanderspringen, wenn der Nebel noch in Schwaden über den Wiesen schwebt und die Flusslandschaft in zarten Rosa-Orange- und Apricottönen schimmert, wenn die frische Morgenluft vom Duft der Pflanzen erfüllt ist, dann erkennt jeder den unschätzbaren Wert der Natur. Der Paartalwanderweg soll dem interessierten Wander- und Radlfreak die Natur mit Info-Tafeln näherbringen, jeden gemütlichen Spaziergang zu einem Erlebnis machen und auch Urlaubern Erholung vom Stress in der Arbeit anbieten.



 
 

Der Paartalwanderweg führt durch eine im tertiären Hügelland einzigartigen Landschaft. Das Paartal ist eine der letzten naturnahen Flußlandschaften im Herzen Bayerns. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier ihren Lebensraum. In der Aue entfaltet sich eine vielfältige Landschaft mit Altgewässern, Auwaldresten, Röhrichtgesellschaften und Feuchtwiesen. In der Vergangenheit wurde die Paar in Teilbereichen begradigt und im Uferbereich mit Wasserbausteinen gesichert. Durch Renaturierungsmaßnahmen wird die Begradigung heute wieder rückgängig gemacht.

Bayern war während der Eiszeiten nördlich der Alpengletscher eisfrei. Aus den vegetationsfreien Gegenden wurden in trockenen Perioden lockeres Feinmaterial, als Löß und Flugsand, ausgeblasen. In der Gegend um Schrobenhausen wurde Flugsand in großer Menge als sogenannte Paarsande abgelagert und zu den Flugsanddünen zusammengeweht. Im Gegensatz zu den Lößen, die ebenfalls ausgeblasen werden, bestehen Flugsande hauptsächlich aus Quarzmineralien. Daher sind die Sande mehr oder weniger kalkfrei. Auf diesen nährstoffarmen Böden siedeln eine Vielzahl von mittlerweile sehr selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten. Auch der berühmte Schrobenhausener Spargel gedeiht auf diesen Sanden besonders gut.

Im Paartal gibt es, bis auf Altwässer (abgetrennte Flussschlingen), keine natürlichen stehenden Gewässer.

Vor der Besiedelung durch den Menschen waren die Flussauen flächig mit üppigen Auwäldern bedeckt. Nur wenige Bereiche dürften im Urzustand frei von Wald gewesen sein. Die Pflanzen der Auwälder sind an den ständig wechselnden Grundwasserstand angepasst. Daher kommt es zu einer ausgeprägten Zonierung. Direkt am Wasser wachsen biegsame Weiden, denen Hochwässer kaum etwas anhaben können. Je weiter man aus der Aue herausgeht, desto seltener werden die Hochwässer.


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