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      Geschichte

 

Im Tertiär (vor 65-2 Mio. Jahre) wurde die Aufschüttungslandschaft gebildet. In dieser Zeit entstand zwischen dem Jura im Norden und den aufsteigenden Alpen im Süden eine Senke, die sich mit dem Schutt der Alpen füllte. Die jüngsten, heute die Landoberflächen bildenden Sedimente (Ablagerung) sind Süßwarmablagerungen, Sande und Kies von Ost nach West pendelnden Flüssen abgelagert. Die Seen füllten sich mit +-Ionen, Mergel und Süßwasserkalken. Bis vor 5 Mio. Jahren war so eine Licht wellige Aufschüttungslandschaft entstanden.

Im Jungtertiär (vor 24-2 Mio. Jahren) begann die Talbildung mit der Ausräumung durch die "Ur-Paar".

Während der Eiszeiten ( vor 2 Mio. -10000 Jahre) kommt es durch den Abfluss der Schmelzwässer aus den vergletscherten Gebieten zur Eintiefung des Paartales. Der Lauf der Paar erhält sein heutiges Gesicht. In den trockenen Kaltprioden der letzten Eiszeit (Würm, vor ca. 20000) wird aus den vegetationslosen Böden Feinsand angeblasen und nördlich der Paar als Flugsanddünen abgelagert als Löß (bester Ackerboden) mit feinsandigen und tonigen Anteilen über das gesamte Land.

In der Nacheiszeit (Holozän, "Jetztzeit", vor 10000 Jahren) entwickeln sich im Talgrund durch den hohen Grundwasserstand Niedermoore. Der Fluss bildet immer wieder neue, sich verlagernde Schlingen. Die Aue wird regelmäßig überschwemmt.

Die Paar in ihrer heutigen Form ist also ein junger Fluss (Entstehung vor ca. 10000 Jahren). Sie entspringt bei Kaltenberg im Landkreis Landsberg/Lech. Nach 134 km mündet sie bei Vohburg in die Donau. Vom Lechtal her kommend, fließt die Paar entlang des Wanderwegs durch das Tertiäre Hügelland.

Aufgrund einer kleinstrukturierten, extensiven Landwirtschaft ist die Paaraue Rückzugsgebiet für viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Mehr zur Geologie des Paartals von Prof. Ulrich Wieczorek


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