Landrat lobt Leistung der Neuburger Tafel

Landrat besucht Tafel Neuburg

Landrat Peter von der Grün besuchte die Warenausgabe der Neuburger Tafel und informierte sich beim Vorstand um Philomena Schlamp (l.), Petra Stuber (r.) und Bernhard Pfahler (2.v.r.) über die ehrenamtliche Tätigkeit. Foto: Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen

Jeden Mittwoch herrscht bei der Neuburger Tafel Hochbetrieb. Am Tag der Warenausgabe kommen rund 160 Kunden in die Räume Am Schwalbanger, um sich mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen. Während die Frauen und Männer aller Altersgruppen geduldig darauf warten, bis sie mit ihrem Einkauf an der Reihe sind, werfen die ehrenamtlichen Helfer noch einmal einen Blick auf die Regale und prüfen, ob alles gut gefüllt ist. Dann kann die Ausgabe beginnen.

„Sie leisten hier unverzichtbare Arbeit“, sagt Landrat Peter von der Grün bei einem Besuch der Neuburger Tafel. Dort führen ihn Philomena Schlamp, Petra Stuber und Bernhard Pfahler vom Vorstands-Team durch die Räume und berichten über ihre Tätigkeit. „Es gibt zahlreiche Menschen in Neuburg und im Umland, die auf die Tafel wirklich angewiesen sind“, weiß Philomena Schlamp. Derzeit sind rund 250 Haushalte registriert, die insgesamt ca. 600 Personen versorgen.

Um den logistischen und organisatorischen Aufwand vom Warenerwerb bis hin zur Ausgabe stemmen zu können, ist ein großes Team an freiwilligen Helfern nötig. Die Tafel kann auf rund 70 engagierte Ehrenamtliche zurückgreifen und die werden auch dringend gebraucht, wie Petra Stuber betont: „Wir holen die Waren bei den Spendern ab, lagern sie ein und bereiten sie für die Ausgabe vor. Zudem müssen wir uns auch an lebensmittelrechtliche Vorschriften halten, beispielsweise darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden.“ Dass jede Woche ein reichhaltiges Warenangebot zur Verfügung steht, habe die Tafel zahlreichen Spendern zu verdanken, so Bernhard Pfahler: „Wir erhalten unsere Waren beispielsweise von Verbrauchermärkten, Bäckereien und Herstellern. Aber auch Schulen und Kindergärten spenden regelmäßig.“ Wenn mal zu viel oder zu wenig von einem Produkt vorhanden ist, dann kommt das Tafel-Netzwerk zum Tragen, betont Philomena Schlamp: „Wir stehen mit den Tafeln in den benachbarten Städten in engem Kontakt und tauschen Waren aus. Das funktioniert wunderbar!“

Dass die Tafel aber auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, macht Bernhard Pfahler deutlich: „Es fallen hohe Nebenkosten an. Wir müssen für unsere Räumlichkeiten Miete zahlen und benötigen für die vielen Transporte auch die geeigneten Fahrzeuge. Derzeit steht der Erwerb eines Kühltransporters an – das stellt eine finanzielle Herausforderung dar.“ Landrat Peter von der Grün zeigt sich beeindruckt von der professionellen Leistung der Ehrenamtlichen, die teilweise fast täglich für ihre Aufgabe bei der Tafel unterwegs sind: „Das beeindruckt mich sehr. Sie helfen damit vielen Menschen.“ Über die Anerkennung freuet sich das Tafel-Team sehr und Petra Stuber ergänzt: „Uns motiviert das freundliche Miteinander bei der Tafel und vor allem die Dankbarkeit, die uns die Kunden entgegenbringen."

 

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