Bayerisches Federgras

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Das Bayerische Federgras (Stipa bavarica) gehört zu den größten Seltenheiten der bayerischen Flora. Es kommt weltweit nur an einem einzigem Standort vor, nämlich in einem Trockenrasen am Naturschutzgebiet Finkenstein im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Es handelt sich um einen Trockenrasen, der deshalb so besonders ist, weil er durch den Übergang von den westlich submediterranen Trockenrasen zu den östlich kontinentalen Steppenrasen geprägt ist und deshalb von beiden charakteristische Merkmale aufweist.

 

Das bayerische Federgras ist allerdings stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Es wächst insgesamt nur noch auf einer Fläche von ca. 30 m² mit gut 100 Horsten und hat somit die kritische Populationsgröße bereits unterschritten.

 

Durch gezielte Pflegemaßnahmen versucht die Naturschutzbehörde die für diesen Lebensraum typischen Strukturen zu schaffen und so optimale Lebensbedingungen für diesen Endemiten zu erhalten.

 

Die Eingruppierung des Bayerischen Federgases als eigene Art ist allerdings in Wissenschaftskreisen nicht unumstritten. Es könnte sich um eine Kreuzung zwischen Stipa pulcherrima und Stipa dasyphylla oder aber auch nur um eine Unterart von Stipa pulcherrima handeln.

 

Weiterer Forschungsbedarf scheint deshalb bei diesem faszinierenden Gras dringend.

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