Donaumoosbäche, Zucheringer Wörth und Brucker Forst

Das FFH Gebiet Donaumoosbäche, Zucheringer Wörth und Brucker Forst umfasst verschiedene Donaumoosbäche und Gräben mit bedeutsamen Populationen der bedrohten Bachmuschel (Unio crassus), sowie Vorkommen der Grünen Keiljungfer, des Bachneunauges und des Bibers.

 

In dem FFH Gebiet sind Lebensräume wie naturnahe Kalk-Trockenrasen, Pfeifen-graswiesen, Kalkreiche Niedermoore und Auwälder aufzufinden.

 

Der Brucker Forst ist ein relativ ausgedehntes Laubwaldgebiet in der Donauniederung, teilweise feucht und mit Kleingewässern sowie überwiegend altem Laubbaumbestand. Es bildet den Übergang zwischen Donauaue und Donaumoos. In dem Forst sind seltene Arten wie der Kammmolch, Grünes Besenmoos, Frauenschuh, Winterschachtelhalm oder der Rotmilan beheimatet.

 

Die Donaumoos-Ach ist das größte Fließgewässer im Donaumoos. Sie durchquert den Naturraum Donaumoos aus Aichach-Friedberg kommend und fließt als Sandrach bei Manching in die Paar. Der Bach ist durchgehend begradigt und im Großteil seines Verlaufs stark eingetieft.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Bachmuschel
Bachmuschel

Landesweite Bedeutung erhielt ein Bachabschnitt der Donaumoos-Ach aufgrund einer vitalen Population der in Bayern vom Aussterben bedrohten Bachmuschel (Unio crassus). Dieser Bachmuschelbestand besteht aus etwa 10.000 bis 15.000 Individuen und zählt damit nach derzeitigem Wissen zum zweitgrößten in ganz Bayern.

 

Neben der Bachmuschel kommen im Oberlauf der Ach die ebenfalls in Bayern vom Aussterben bedrohte Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) und andere gefährdete Libellenarten vor. Auch für die Fischfauna des Landkreises hat dieser Bachabschnitt hohe Bedeutung: der stark gefährdete Schneider hat hier sein einziges Vorkommen im Landkreis. Die Fische kommen nach Auskunft des Fischereivereins Schrobenhausen in allen Größenklassen in hoher Zahl vor, der Bestand dürfte also längerfristig stabil sein. Auch die in Deutschland als gefährdet eingestufte Hasel wurde im gesamten Landkreis nur in der Ach nachgewiesen.

 

 

Als Entwicklungsziel für das "Natura 2000"-Gebiet gilt die Erhaltung bzw. Wiederherstellung von strukturreichen Fließgewässern mit guter Wasserqualität, Auwäldern und Feuchtwiesen.

 

 

 

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