Impfstart im Landkreis: Hoffnung auf ein Ende der Pandemie

Eröffnung IMpfzentrum Mühlried

Die erste Bürgerin, die geimpft wurde, war die 94-jährige Luise Kober aus Neuburg. Dem Impfstart wohnten neben Landrat Peter von der Grün auch Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und Landtagsabgeordneter Matthias Enghuber bei, sowie die Sozialreferentin Elfriede Müller und Gesundheitsreferent Shahram Tabrizi, der als beteiligter Arzt auch die erste Impfu Foto: Kreiskrankenhaus Schrobenhausen

  • Corona-Impfungen im Landkreis haben begonnen

Zum Start der Corona-Schutzimpfung am 27. Dezember 2020 hat der Landkreis die ersten 100 Dosen erhalten. Im Impfzentrum Schrobenhausen-Mühlried wurde ab 13 Uhr durch den Betreiber, das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen, geimpft und in Neuburg rückte mittags ein mobiles Impfteam des BRK-Kreisverbandes in ein Seniorenheim aus.

Landrat Peter von der Grün und BRK-Kreisverbandsvorsitzender Dr. Bernhard Gmehling nahmen den mobilen Impfstart zum Anlass, den Mitarbeitern des BRK noch vor dem ersten Ausrücken für ihr Engagement zu danken.  „Der Impfstart heute gibt uns Hoffnung auf ein Ende der Pandemie“, mit diesen Worten richtete sich Landrat Peter von der Grün an die Helfer des BRK und betonte, dass die Vorbereitung des Impfstarts ein großer Kraftakt gewesen sei. „Unsere Partner, das BRK und das Kreiskrankenhaus haben hervorragende Arbeit geleistet“, betont der Landrat.  

Das mobile Impfteam des BRK besteht aus drei Personen: einem Arzt, einer medizinischen Fachkraft sowie einer Verwaltungskraft. Vor dem Start war für das BRK bereits im Vorfeld viel Arbeit notwendig, da zur Vorbereitung der Impfungen in den Senioren- und Pflegeheimen eine Einwilligung der Impflinge bzw. deren Betreuer eingeholt werden musste und eine Aufklärung durchgeführt wurde.

„In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere Impfdosen erwartet. Wir werden deshalb ab Januar 2021 mit drei mobilen Impfteams unterwegs sein und das an sieben Tagen die Woche“, erklärt BRK-Organisationsleiter Bernhard Pfahler.

Auf Grund der in der Anfangszeit begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes erhalten zuerst die durch das Virus besonders stark gefährdeten Landkreisbürgerinnen und -bürger ein Impfangebot. Das sind die Bewohner in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie die über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger. Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen bietet bereits zum Auftakt beides an: Impfungen mit Terminvereinbarung im Impfzentrum Mühlried und Impfungen in Einrichtungen durch mobile Impfteams.

Im Anschluss trafen sich Vertreter der Politik und des Betreibers, dem Kreiskrankenhaus Schrobenhausen, um das Impfzentrum in Mühlried zu eröffnen. Die ersten 30 Bürger über Achtzig haben dort am Sonntag ihre Impfung erhalten.

„Es war eine organisatorische Herausforderung, das Impfzentrum simultan zu den mobilen Impfteams startklar zu machen.“, so der Geschäftsführer des Kreiskrankenhaus Schrobenhausen, Dr. Holger Koch. Nur nach und nach erreichten den Betreiber die nötigen Informationen, speziell in Bezug auf die Menge der zu Beginn verfügbaren Impfdosen. Neben der personellen Besetzung war auch die fehlende Softwarelösung, die erst Mitte Januar vollständig in Betrieb gehen soll, eine der größten Fragezeichen in der Organisation des regionalen Impfzentrums. Nur durch viel Eigeninitiative und pragmatische Lösungen des engagierten Teams sei es gelungen, pünktlich zum 27.Dezember eröffnen zu können.

Dem Impfstart wohnten neben Landrat Peter von der Grün auch Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und Landtagsabgeordneter Matthias Enghuber bei, sowie die Sozialreferentin Elfriede Müller und Gesundheitsreferent Shahram Tabrizi, der als beteiligter Arzt auch die erste Impfung durchführte. Zusätzlich nahmen noch der Bürgermeister von Schrobenhausen, Harald Reisner sowie der Oberbürgermeister von Neuburg und BRK-Kreisvorsitzender Dr. Bernhard Gmehling an der Veranstaltung teil.

„Andere Landkreise mussten den Impfstart schon verschieben, bei uns konnten aber beide Varianten, sowohl im stationären als auch mobilen Bereich heute starten.“, so der Landrat bei seiner Begrüßung. Tatsächlich stellte die aufwendige Logistik auch das Organisationsteam des Betreibers vor Herausforderungen. Der Impfstoff wurde gestern persönlich von einer Mitarbeiterin des Kreiskrankenhauses unter Polizeieskorte nach Schrobenhausen gebracht, sodass dem Impfauftakt heute nichts mehr im Wege stand.

Die erste Bürgerin, die geimpft wurde, war die 94-jährige Luise Kober aus Neuburg. Für sie und ihre Familie sei diese Impfung eine große Erleichterung, wie die Tochter Margit Kober berichtete. Shahram Tabrizi, der hauptberuflich als leitender Oberarzt am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen angestellt ist, freute sich, die erste Impfung vollziehen zu dürfen: „Dieses Projekt zeigt, wie wichtig es für die Bürgerinnen und Bürger ist, wieder in die Normalität zurückzukehren.“ Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Markus Schmola, zieht nach Abschluss des ersten Tages eine durchweg positive Resonanz: „Alle eingeplanten Bürger hatten ihren Termin wahrgenommen, sodass wir glücklicherweise das volle Potenzial dieses Impfstarts ausnutzen konnten.“

 

 

 

 

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