Neophyten

Grossansicht in neuem Fenster: Kanadische Goldrute

 

 

Neophyten sind Pflanzenarten, die von Natur aus nicht in Mitteleuropa oder Deutschland vorkommen, sondern erst durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen sind. Sie gehören daher zu den gebietsfremden oder nichtheimischen Arten (Neobiota). Bei den meisten Pflanzenarten ist dies beabsichtigt geschehen, z.B. bei der Einführung von Zier- und Nutzpflanzen. Es kann aber auch unbeabsichtigt erfolgen wie bei der Beifuss-Ambrosia (z.B. Verschleppung von Pflanzensamen mit Handelsgütern).

 

 

Als Invasive Arten werden im Naturschutz gebietsfremde Pflanzenarten bezeichnet, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten oder Biotope haben. So können sie z.B. in Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen zu anderen Pflanzen treten und diese verdrängen (z.B. Goldrute, Riesenbärenklau und Japanisches Springkraut).

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: Riesenbärenklau

Die meisten gebietsfremden Arten verursachen keinerlei ökologische, ökonomische oder andere Schäden. So haben von ca. 400 in Deutschland oder Teilgebieten eingebürgerten Neophyten höchstens 50 (also ca. 10%) negative Auswirkungen auf die heimische Natur oder den Menschen. Die meisten gebietsfremden Arten von damals sind also zu "wertvollen" Arten des Naturschutzes oder der Kulturlandschaft von heute geworden, oder wer kann sich heute einen Biergarten ohne Kastanienbäume vorstellen!

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