Meningokokken - Meningitis

Erreger

Neisseria meningitidis, gramnegative Diplokokken bei 10 % der Bevölkerung in der Mundflora

Inkubationszeit

1 -10 Tage, meistens weniger als 4 Tage

Übertragungsweg

durch Tröpfcheninfektion

Erkrankungsbild

Vorstufe evtl. mit grippalem Infekt. Dann akut hohes Fieber, Erbrechen, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, allgemeine Unruhe, Bewußtseinstrübung, Krämpfe, Lähmungen, bei Meningokokken-Sepsis überwiegend bei Kindern Hautblutungen.

Nachweis

Aus der Hirnwasserflüssigkeit (Liquor) und durch die Blutkultur.

Seuchenbekämpfung

§ 34 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Personen, die an ... 10. Meningokokken-Infektion ... erkrankt oder dessen verdächtigt sind, oder die verlaust sind, dürfen in den in § 33 genannten Gemeinschaftseinrichtungen keine Lehr-, Erziehung-, Pflege-, Aufsichts- oder sonstige Tätigkeit ausüben, bei denen sie Kontakt zu den dort Betreuten haben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit oder der Verlausung durch sie nicht mehr zu befürchten ist. Satz 1 gilt entsprechend für die in der Gemeinschaftseinrichtungen Betreuten mit der Maßgabe, dass sie die dem Betrieb der Gemeinschaftseinrichtungen dienenden Räume nicht betreten Einrichtungen der Gemeinschaftseinrichtungen nicht benutzen und an Veranstaltungen der Gemeinschaftseinrichtungen nicht teilnehmen dürfen.

Seuchenhygienische Maßnahmen

Ermittlung der Kontaktpersonen insbesondere in Kleinkinder- und Jugendlichengemeinschaftseinrich-tungen. Überweisung zur Einleitung einer evtl. notwendigen Antibiotika-Prophylaxe.

Prophylaxe

Mittel der Wahl ist Rifampicin über zwei Tage. Für Erwachsene reicht auch die einmalige Einnahme einer Tablette Ciprofloxacin. Für Schwangere ist Ceftriaxon das Mitte der Wahl.

Prävention

Gegen den in Deutschland am zweithäufigsten vorkommenden Erregertyp C existiert ein gut verträgliche und sehr effektive Impfung.

Bei Auslandsreisen nach Afrika oder Asien (Mekka) ist ebenfalls eine Impfung gegen die dort üblichen Erregertypen empfehlenswert. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Hausarzt.

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