Donaumoos

Das Donaumoos, ursprünglich das größte bayerische Niedermoor, hat durch die Urbarmachung seinen Moorcharakter fast vollständig verloren.
Nur durch Sicherung einer standortangepaßten, extensiven Landwirtschaft, einem möglichst hohen (an die Nutzung angepasstem) Grundwasserstand und einem angepassten Gewässerunterhalt kann die gefährdete Lebensgemeinschaft des Donaumooses erhalten werden.

Beschreibung des Projekts:

 

Grossansicht in neuem Fenster: Großer Brachvogel

Erhalt der niedermoortypischen Flora und Fauna des Donaumooses zur Sicherung und Optimierung der Wiesenbrüterlebensräume durch Förderung einer großflächigen extensiven Beweidung und Grünlandnutzung.

 

Derzeitiger Zustand:

 

Das Donaumoos, ursprünglich das größte bayerische Niedermoor, hat durch die Urbarmachung seinen Moorcharakter fast vollständig verloren. Nach wiederholten Entwässerungsmaßnahmen wird es heute überwiegend ackerbaulich genutzt und nur die Randbereiche werden noch als Grünland bewirtschaftet. Vor allem die Entwässerung und der Ackerbau führte neben dem Torfstich zu starker Moorsackung und zu einem erheblichen Bodenabtrag durch Winderosion.

Nachdem die niedermoortypische Vegetation aus dem Donaumoos fast vollständig verdrängt worden ist, liegt der naturschutzfachliche Schwerpunkt auf den Grünlandgebieten mit ihren Wiesenbrütervorkommen und auf den kleinen Naßwiesenflächen mit ihren hohen Vorkommen seltener Pflanzenarten.

Aber auch die Vielzahl der Gewässer im Donaumoos (ca. 400 km Gräben und Kanäle) bieten immer noch Lebensraum für Bachmuschel, Vogelazurjungfer, Krebse und Kleinfischarten.

 


Ziele:

 

Grossansicht in neuem Fenster: Großflächige Beweidung

Nur durch Sicherung einer standortangepaßten, extensiven Landwirtschaft, einem möglichst hohen (an die Nutzung angepasstem) Grundwasserstand und einem angepassten Gewässerunterhalt kann die gefährdete Lebensgemeinschaft des Donaumooses erhalten werden.

 

Dies geschieht durch:

 

  • Erhaltung und Entwicklung regional bedeutender Wiesenbrüterlebensräume
  • Sicherung und Pflege ökologischer Sonderstandorte zur Förderung seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
  • Entwicklung einer niedermoorverträglichen Landnutzung unter Ausweitung der extensiven Grünlandnutzung
  • Verhinderung der Torfmineralisation durch Wiedervernässung des entwässerten Moorkörpers

 

Bereits durchgeführte Maßnahmen:

 

  • Durchführung von Pflegemaßnahmen zur Wiedereinführung der traditionellen Feuchtwiesennutzung
  • Aufbau eines Biotopverbundes durch Abpufferung und Vernetzung der rezenten, artenreichen Niedermoorwiesen
  • Schaffung von Nahrungsbiotopen für den Weißstorch und verschiedene Wiesenbrüterarten
  • Verschluß von Drainagen zur Erhöhung des Grundwasserstandes
  • Einrichtung von extensiven Weiden im Wiesenbrütergebiet
  • Ausweisung von Wiesenbrüter-Schutzgebieten in Untermaxfeld, Obermaxfeld, Rohrenfels und Waidhofen.

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