22.12.2017

Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2017 von Landrat Roland Weigert

LAndrat Roland Weigert vor LRA

Landrat Roland Weigert

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


das ereignisreiche Jahr 2017 nähert sich dem Ende, Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Wir dürfen uns jetzt auf ein paar ruhige und erholsame Tage im Familien- und Freundeskreis freuen. Traditionell bietet der Jahresausklang die Gelegenheit, zurückzublicken und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.


Insgesamt betrachtet war 2017 ein sehr erfolgreiches Jahr für den Landkreis. Die wirtschaftliche Stärke der Region ist weiterhin beeindruckend. Sie fußt einerseits auf dem Engagement der Arbeitnehmer, andererseits auf der Innovationskraft der ansässigen Betriebe. Noch nie waren die Arbeitslosenzahlen über Jahre hinweg so niedrig. Noch nie gab es so viele Beschäftigte (über 41.000) in Neuburg-Schrobenhausen. Ziel unserer Wirtschaftspolitik ist es, diese Entwicklung bestmöglich zu unterstützen, indem wir bestmögliche Standortfaktoren schaffen.


Bildung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat und bleibt daher der zentrale Bestandteil der Kreispolitik, der uns jedes Jahr fordert. Ich sehe es als wesentliche Aufgabe an, unseren Kindern und Lehrkräften optimale Rahmenbedingungen für den Lernerfolg zur Verfügung zu stellen und hochwertige, wohnortnahe Bildungseinrichtungen anzubieten. Deshalb investieren wir viel Arbeit und Geld in die Stärkung der Bildungs- und Schullandschaft. Dabei sind vor allem die räumlichen Gegebenheiten und die Ausstattung der Schulen von besonderer Bedeutung. An dieser Stelle möchte ich nur ein paar Beispiele herausgreifen: So werden aktuell das Gymnasium in Schrobenhausen sowie die Fachoberschule/Wirtschaftsschule in Neuburg erweitert. Zudem sind die Arbeiten für den Neubau unserer Paul-Winter-Realschule am Kreuter Weg angelaufen. Aber nicht nur die Gebäude, sondern auch die Bildungsangebote in unserem Landkreis erweitern sich kontinuierlich. Beispiele hierfür sind unsere Wirtschaftsschule, die ab nächstem Schuljahr - als eine von 11 Pilotschulen in Bayern - zweisprachigen Unterricht anbieten wird. Zudem erwarten wir gespannt die Resonanz auf die Probeeinschreibung an der Fachoberschule für die Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft im Frühjahr 2018.


Eines der Hauptaugenmerke der Landkreispolitik lag auch im Jahr 2017 auf dem Thema Gesundheitswesen. Unser Kreiskrankenhaus in Schrobenhausen und unsere Geriatrie in Neuburg – deren 20jähriges Bestehen wir heuer feiern konnten -  sind beides Grundpfeiler einer wohnortnahen und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung für die Menschen. Hinzu kommt das Kreisaltenheim in Steingriff als wichtige Pflegeeinrichtung. Unser Bestreben ist der Erhalt dieses medizinischen Angebots, weshalb wir intensiv an einem zukunftsfähigen Gesundheitskonzept arbeiten.


Auch in Sachen Mobilität haben wir in diese Jahr einiges bewegt: In der Herbstversammlung des Zweckverbands Verkehrsgemeinschaft Ingolstadt wurde nun einstimmig der Tarifzonenplan beschlossen. Dieser wird die Grundlage des ab September 2018 geltenden Gemeinschaftstarifs sein. Zudem hat der Landkreis die Arbeiten zur Neuauflage seines Nahverkehrsplanes aufgenommen. Die Besonderheit: auf Wunsch der Stadt Neuburg, die bislang noch nicht über einen Nahverkehrsplan verfügt, erfolgt die Fortschreibung nun in Zusammenarbeit von Landkreis und Stadt. Im Jahr 2018 wird hier einiges an Arbeit auf die gemeinsame Projektgruppe zukommen - und wir sind gespannt und freuen uns auf die Beträge der Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Land, die wir in diesen Prozess natürlich einbeziehen werden.


In Bezug auf das Thema Asyl sind wir im Jahr 2017 wieder in etwas ruhigere Wasser gekommen. Zwar stellte uns der Brand in der Gemeinschaftsunterkunft Neuburg Anfang April vor eine große Herausforderung, da die Bewohner des betroffenen Gebäudes umgehend versorgt werden mussten. Durch das herausragende Engagement meiner Mitarbeiter und die hervorragende Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern konnte diese Notsituation jedoch rasch bewältigt werden.


Ein Thema von fundamentaler Bedeutung ist nach wie vor die Integration ausländischer Mitbürger. Im Landkreis leben Menschen aus über 120 Nationen, rund 12.500 haben einen Migrationshintergrund. Wir stellen uns der Verantwortung, die daraus erwächst, mit großem Engagement. So fördern wir mit unserer Einbürgerungsfeier eine Kultur des Miteinanders, die geprägt ist von Toleranz und Weltoffenheit. Ein besonderer Erfolg des Jahres 2017 war die Veranstaltung „Zeigen, wie es gelingen kann: Beschäftigung von Geflüchteten“ im Juli. Organisiert von Wirtschaftsreferentin Andrea Haslauer und Emmy Böhm, der Leiterin unserer Ausländerbehörde, mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit, des Jobcenters, der Handwerkskammer sowie der Industrie- und Handelskammer, hat diese Veranstaltung sogar den Bayerischen Landkreistag begeistert. Eine Folgeveranstaltung ist bereits in Planung.


Im Jahr 2017 mussten wir aber auch Abschied nehmen von Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen verdient gemacht haben. So verstarben der ehemalige Kreisrat und Kreisbrandrat Hermann Landshammer, der Gründungsdirektor der heutigen Franz-von-Lenbach-Schule in Schrobenhausen, Gerhard Reiter, und der  ehemalige Kreisrat und weltweit anerkannte Mediziner Professor Vallabh Patel. Alle drei haben sich in den verschiedensten Bereichen in vorbildlicher und uneigennütziger Weise für die Allgemeinheit und für den Landkreis eingesetzt. Darüber hinaus verlor der Landkreis mit dem Tode von Rosina Straub eine seiner prägenden Persönlichkeiten. Rosina Straub hat in drei Jahrzehnten politischer Arbeit vor allem im sozialen Bereich Beeindruckendes für den Landkreis geschaffen - wir werden sie nicht vergessen.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das oben genannte ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus der Arbeit, die wir täglich für unseren Landkreis leisten. Ein großes Dankeschön gilt daher meinen Mitarbeitern, die tagtäglich und auf den verschiedensten Ebenen in so vielfältiger Weise ihren Beitrag leisten.


2017 war ein Jahr mit vielfältigen Aufgaben – für den Landkreis, aber auch für jede unserer 18 Städte, Märkte und Gemeinden. Es ist mir daher ein großes Anliegen, allen kommunalpolitischen Mandatsträgern, sowohl auf Gemeinde- als auch auf Kreisebene, zu danken. Nur im engen Zusammenwirken zwischen Kreis und Gemeinden können wir für die zahlreichen Fragestellungen, die uns alle betreffen, tragfähige und nachhaltige Lösungen erarbeiten. Gemeinsam stellen wir entschlossen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft!


Meine besondere Wertschätzung gilt auch den tausenden Ehrenamtlichen, die sich das Jahr über in ihrer Freizeit in Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen engagieren. Ihr Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Gemeinwohl ist unbezahlbar und ein Segen für den Landkreis.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Momente im Kreise Ihrer Familie und Freunde und für 2018 Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.

 


Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Landrat

 
Roland Weigert 

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