Störche
Früher hatte fast jedes Dorf im Paartal sein Storchenpärchen. Sogar mitten in Schrobenhausen brütete er. Durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten, durch Ackernutzung und Bebauung der Aue wurde sein Lebensraum knapp. Auch die Aufgabe der traditionellen Landbewirtschaftung setzte Meister Adebar zu. Früher konnte sich der Storch bequem Nahrung holen, indem er hinter Bauern herlief, die jeden Morgen und Abend Grünfutter von ihren Wiesen holten. Heute gibt es diese Futtergewinnung kaum noch. Gab es 1934 noch mehr als 9.000 Brutpaare in Deutschland, so ist es nun nur noch knapp die Hälfte. In Bayern sind derzeit lediglich rund 100 Brutpaare beheimatet, im Gebiet zwischen Lech, Donau und Inn waren im Jahr 2000 gerade mal 21 Horste besetzt. Hauptfeind für die noch verbliebenen Weißstörche sind die Stromleitungen, an denen ca. 60% der Jungvögel im ersten Jahr zugrunde gehen. Den verbliebenen Störchen gebührt daher unser besonderer Schutz. Durch Gestaltungs- und Pflegemaßnahmen der Naturschutzbehörde gibt es neben dem seit langem besetzten Horst in Pörnbach wieder zwei neue Horststandorte in Schrobenhausen (seit 2003) und Hörzhausen (seit2004) mit erfolgreicher Brut.
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