Biber

Biber im Gras Biberkopf im Wasser Biber am Ufer

 

Ursprünglich war der Biber in ganz Europa verbreitet. Durch die fortschreitende Vernichtung seines Lebensraumes und vor allem durch die starke Bejagung (Fell, Bibergeil, Fleisch...) sind die Bestände europaweit stark zurückgegangen. In Deutschland war er bis auf Restbestände an der Elbe vollständig verschwunden. Deshalb zählt der Biber heute zu den europaweit geschützten Arten, für die im europäischen Netz NATURA 2000 Schutzgebiete ausgewiesen wurden.

 

Erst ab 1970 wurde der Biber in Bayern wieder eingebürgert und hat seitdem eine beispiellose Wiederbesiedlung der Fließgewässer in Bayern vollzogen. 2010 wurde im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen eine flächendeckende Erfassung der Biberbestände durchgeführt. Das Wissen um die Verbreitung ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit im Bibermanagement.

 

Der Biber besiedelt sowohl fließende als auch stehende Gewässer mit vegetationsreichen Ufern und dichtem Gehölzsaum. Da ein Großteil seiner natürlichen Lebensräume durch die intensive Landnutzung des Menschen zurückgedrängt wurde, ist der Biber heute häufig gezwungen, in andere, oft schlechtere und ungeeignete Lebensräume auszuweichen.

 

Um dabei Konflikten zwischen Biber und Mensch vorzubeugen, ist im Landkreis ein Biber-Management mit ausgebildeten ehrenamtlichen Biberberatern eingerichtet. Die Zusammenarbeit zwischen der Naturschutzbehörde und den örtlichen Biberberatern gewährleistet eine schnelle und unbürokratische Hilfe der Bürger bei allen Fragen und Problemen rund um das Thema Biber.

 

Seit 1.9.2006 wurde mit Verordnung des Umweltministeriums die Zuständigkeit für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen oder Befreiungen auf die unteren Naturschutzbehörden bei den Landratsämtern delegiert. Bei Bedarf werden diese Erlaubnisse nun von der Naturschutzbehörde am Landratsamt erteilt.

 

Aufgrund der neuen Vollzugshinweise zum Bibermanagement in Bayern können seit 1. 8. 2008 auch land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Schäden, die durch den Biber verursacht sind, ausgeglichen werden.  Schutzmaßnahmen und Fördermöglichkeiten sind damit ebenfalls neu geregelt worden.

 

 

Seit August 2009 konzentriert sich das Bibermanagement an der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, die die Koordination der Biberfälle übernimmt und notwendige Ausnahmegenehmigungen und Befreiungen erteilt. Um das Bibermanagement noch effektiver zu machen, wurden im Jahre 2009 zusätzliche Biberberater ausgebildet. Nun steht seit Januar 2010 in jeder Gemeinde ein ehrenamtlicher Biberberater zur Verfügung, der in einem zweitägigen Kurs für seine Tätigkeit geschult wurde. Die Biberberater stehen in engem Kontakt zur Naturschutzbehörde, die bei schwierigen Fällen eingeschaltet wird und die nach wie vor für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen und Befreiungen zuständig ist.

 

 

Ihre Ansprechpartner für das Bibermanagement im Landratsamt sind:

 

Herr Geißler 08431-57 304

Frau Geier   08431-57 329

Biberkartierung

 

Biologie und Lebensweise des Bibers

 

Biberjahresbericht 2015

Biberjahresbericht 2014

Biberjahresbericht 2013

Biberjahresbericht 2012

Biberjahresbericht 2011

Biberjahresbericht 2010

 

Ergebnisbericht Bürgergeteiligung Bibermanagement 2011/2012

 

Biberprävention

 

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