27.03.2017

Die Aktion „Störenfried“ geht auf Reisen

Die Aktion "Störenfried" geht auf ReisenCopyright: Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen

Wenden sich mit einer Wanderausstellung an Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen im Landkreis (v.l.): Norbert Eszlinger, Johanna Ehm und Bejamin Seuberth.

  • Gesundheitsamt, Offene Hilfen und Stiftung St. Johannes gestalten Wanderausstellung für Schulen und Kitas.


Mit der gemeinsamen Aktion „Störenfried“ treten das Gesundheitsamt, die Offenen Hilfen Neuburg‐Schrobenhausen und die Stiftung Sankt Johannes an Eltern, Kinder und Fachkräfte in Schulen und Kitas heran. Acht großflächige Plakatwände machen auf kreative Art neugierig für das Thema und bieten Hilfestellungen. Die Einrichtungen können sich die Wanderausstellung bei Johanna Ehm vom Gesundheitsamt ausleihen.


Der Begriff Störenfried steht stellvertretend für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Das Thema war im vergangenen Jahr in der Schwerpunktkampagne des Bayerischen Gesundheitsministeriums aufgegriffen und vor Ort in einem ausgebuchten Fachtag umgesetzt worden. Über 150 Schulleiter, Therapeuten, Pädagogen und Jugendsozialarbeiter waren damals ins Landratsamt gekommen, um sich in Vorträgen und Workshops, unter anderem vom renommierten Experten Wilhelm Rotthaus, zu informieren. Mit der Wanderausstellung wollen die drei Kooperationspartner, vertreten durch Johanna Ehm (Gesundheitsamt), Benjamin Seuberth (Offene Hilfen) und Norbert Eszlinger (St. Johannes), dafür sorgen, dass die Erkenntnisse aus dem Fachtag nicht verpuffen.


Die mobilen Plakatwände animieren den Betrachter zum Anschauen, Nachdenken und Diskutieren. Durch Schlagworte und Comiczeichnungen können sich auch Kinder dem brisanten Thema nähern. Eine wichtige Botschaft, die die Ausstellungsmacher mit den Transparenten aussenden möchten, erläutert Benjamin Seuberth: „Der Störenfried wird heute fast nur als Belastung wahrgenommen. Aber er kann auch ein Gewinn sein und festgefahrene Strukturen aufbrechen.“ Ein Jugendlicher der fordernd ist und schnell ausflippt, kann bei näherem Hinsehen auch als mutig, selbstbewusst und unterhaltsam erlebt werden. Klar ist aber auch, dass es manchmal ohne Hilfe nicht geht. Deshalb regt ein Plakat auch an, professionelle Unterstützung zuzulassen.


Schulen, Kindergärten oder Jugendzentren haben die Möglichkeit, die Wanderausstellung beim Gesundheitsamt auszuleihen. Interessenten melden sich bei Johanna Ehm unter der Telefonnummer (08431) 57‐508 oder per EMail an johanna.ehm@lra‐nd‐sob.de.

drucken nach oben