Führerscheinänderungen

Umschreibung ausländischer Führerscheine

 

Grundsätzlich gilt : Wer als Ausländer erstmals in das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland einreist oder wer als Deutscher mindestens 185 Tage im Ausland gelebt und dort eine Fahrerlaubnis erworben hat, darf mit seinem ausländischen Führerschein (und einer Übersetzung davon) 6 Monate lang ein Kraftfahrzeug der entsprechenden Klasse führen. Nach Ablauf dieser Frist erlischt dieses Recht (Ausnahme : EU/EWG-Führerschein).

 

Hinweis: Bei allen Umschreibungen einer ausländischen Fahrerlaubnis muss die ausländische Fahrerlaubnis bei Aushändigung des deutschen Führerscheins eingezogen werden!

 

Mitgliedstaaten der EU/EWG und ihnen gleichgestellte Staaten (Anlage 11 FeV)

Den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft gleichgestellte Staaten sind zur Zeit:

 

Andorra, Französisch-Polynesien, Guernsey, Insel Man, Israel, Japan, Jersey, Kroatien, Monaco, Namibia (nicht alle Klassen), Neukaledonien, Neuseeland, Republik Korea, San Marino, Schweiz, Singapur, Südafrika, Taiwan.

 

Von verschiedenen US-Bundesstaaten, australischen Territorien und kanadischen Provinzen (bitte um telefonische Nachfrage, da laufend Änderungen !) können nur die Pkw-Fahrerlaubnisse umgeschrieben werden.

 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Antrag bestätigt von der Gemeinde
  • Nachweis der Identität (Personalausweis oder Reisepass)
  • 1 Lichtbild (biometrisch)
  • Original des ausländischen nationalen Führerscheines
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheines (z.B. vom ADAC), sofern kein EU-Führerschein
  • Sofern die ausländische Fahrerlaubnis bereits vor Wohnsitznahme in der BRD abgelaufen ist, eine Erklärung der ausländischen Führerscheinstelle, warum die Fahrerlaubnis nicht verländert wurde.
  • Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes
  • Gebühr 28,90 Euro; bei Probezeit 29,70 Euro
  • eine Bescheinigung oder Nachweis über die erstmalige Begründung eines ständigen Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland
  • Nachweis, dass Antragsteller zum Zeitpunkt des Erwerbs der Fahrerlaubnis für mindestens 185 Tage seinen Lebensmittelpunkt in einem ausländischen Staat hatte (z.B. Arbeitsvertrag, Schulbesuch)

 

Antragszeitpunkt :

Inhaber von Führerscheinen aus EU/EWG-Staaten (nicht jedoch aus den gleichgestellten Staaten) können diesen jederzeit umtauschen; eine Verpflichtung besteht nicht.

Inhaber von Führerscheinen aus gleichgestellten Staaten sollten den Antrag 3 Monate nach Einreise stellen, da sie ohne Umschreibung nur 6 Monate im Inland einen Führerschein besitzen dürfen.

 

Sonstige Staaten

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Antrag bestätigt von der Gemeinde
  • Nachweis der Identität
  • 1 Lichtbild (biometrisch)
  • Original des gültigen ausländischen nationalen Führerscheines
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheines (z.B. vom ADAC)
  • 1 Sehtestbescheinigung
  • Bescheinigung über Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort bzw. über Ausbildung in Erster Hilfe bei Erteilung der Klassen C, C1, C1E, CE, D, DE, D1, D1E.
  • bei Klassen C, C1, C1E, CE, D, DE, D1, D1E ärztliche Bescheinigung über den Gesundheitszustand (Vordruck ist bei Führerscheinstelle erhältlich)
  • Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes
  • Erklärung, daß die ausländische Fahrerlaubnis noch gültig ist (Vordruck bei der Führerscheinstelle erhältlich)
  • Gebühr 37,50 Euro; bei Probezeit 38,30 Euro
  • eine Bescheinigung über die erstmalige Begründung eines ständigen Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland
  • Nachweis, dass Antragsteller zum Zeitpunkt des Erwerbs der Fahrerlaubnis für mindestens 185 Tage seinen Lebensmittelpunkt in einem ausländischen Staat hatte (z.B. Arbeitsvertrag, Schulbesuch)
  • Benennung der Fahrschule, über die die Prüfung abgelegt werden soll

 

 

Umschreibung Öffentlicher Dienst (Bundeswehr, Polizei)

Grundsätzlich gilt: Mit einer Dienstfahrerlaubnis darf kein ziviles Fahrzeug geführt werden.

 

Eine Umschreibung ist bereits während der laufenden Dienstzeit, aber auch nach dem Ausscheiden aus der Behörde möglich!

 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Ausweispapier (Personalausweis oder Reisepaß)
  • 1 Lichtbild (biometrisch)
  • Bescheinigung der betreffender Behörde über die Sonderfahrerlaubnis oder Dienstführerschein
  • Gebühr 37,50 Euro; bei Probezeit 38,30 Euro

 

Änderung der Personalien

ÄNDERUNGEN DER PERSONALIEN, wie z.B. Familienname bei Verehelichung bzw. Anschrift müssen im Führerschein nicht vorgenommen werden. Auf Wunsch kann jedoch ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Hierzu sind ein geänderter Personalausweis oder Reisepaß sowie ein neues Lichtbild erforderlich. Sofern der Personalausweis noch nicht geändert wurde, genügt eine Heiratsurkunde oder eine Urkunde über die Namensänderung.

 

Die Kosten betragen 24 Euro.

 

Bearbeitungsdauer : 3 Wochen.

 

Ersatzführerschein bei Verlust oder Diebstahl / Ausstellung eines Ersatzführerscheins (Austausch)

Die Ausstellung eines Ersatzführerscheins ist zwingend erforderlich.  Hierzu ist die Abnahme einer eidesstattlichen Versicherung (erfolgt vor Ort in der Führerscheinstelle oder beim Notar) erforderlich. Dabei versichert die betroffene Person zum einen, dass die Angaben im Antrag zu den Verlustumständen wahrheitsgemäß erfolgen, und zum anderen verpflichtet man sich, das verlorene oder gestohlene Führerscheindokument bei Wiederauftauchen unverzüglich bei der Führerscheinstelle abzugeben.

 

Falls Ihnen Ihr Führerscheindokument gestohlen wurde und Sie den Diebstahl bei einer deutschen Polizeidienststelle angezeigt haben, ersetzt das Vorlegen einer Diebstahlanzeige bei Antragstellung die Versicherung an Eides Statt.

 

Auf Grund der nicht unerheblichen Kosten wird eine Wartezeit von 3 - 4 Wochen vor Antragstellung empfohlen, da erfahrungsgemäß eine Reihe verloren oder gestohlen geglaubter Führerscheine wieder beim Besitzer auftauchen (nach Antragstellung besteht in jedem Fall eine Pflicht zur Abnahme des Führerscheins und Entrichtung der Gebühren!).

 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Personalausweis (oder Reisepaß mit Meldebescheinigung)
  • 1 Lichtbild (biometrisch)
  • Versicherung an Eides Statt (oder ggf. Diebstahlsanzeige einer deutschen Polizeidienststelle)
  • Führerschein (nur bei Unbrauchbarkeit)

 

Welche Kosten fallen an?

 

  • bei Verlust 34,00 Euro für Ersatzdokument und
    30,70 Euro für Abnahme der eidesstattlichen Versicherung (Gebühr entfällt bei Vorlage einer eidesstattlichen Erklärung eines Notars oder Diebstahlsanzeige einer deutschen Polizeidienststelle)
  • bei Unbrauchbarkeit 34,30 Euro

 

Bearbeitungsdauer : ca. 3 Wochen

 

Hinweis:

Eine Expressausstellung eines Ersatzführerscheins ist innerhalb von 5 Tagen möglich; die Mehrkosten betragen 20 Euro.

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