Bebaubarkeit von Grundstücken

Vorsicht! Nicht jedes Grundstück ist auch Bauland!

 

Das Bauplanungsrecht unterscheidet drei verschiedene Bereiche:

 

 

1. Baugebiet

 

Das Grundstück liegt innerhalb des Geltungsbereiches eines rechtskräftigen Bebauungsplanes einer Gemeinde. Ob für ein Grundstück ein Bebauungsplan vorhanden ist, kann am besten die zuständige Gemeinde überprüfen.

Ein Bebauungsplan schreibt konkret vor, welche Gebäude in welchen Ausmaßen und mit welcher Nutzung (z.B. Wohnen oder Gewerbe) gebaut werden dürfen. Vor Beginn der Planung ist es deshalb ratsam, sich bei der Gemeinde nach den Vorgaben zu erkundigen, die der Bebauungsplan trifft.

 

2. Innenbereich

 

Das Grundstück liegt innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteiles (sog. Innenbereich). Das ist dann der Fall, wenn bereits eine größere Anzahl von Gebäuden in unmittelbarer Umgebung des Baugrundstückes vorhanden sind. Der im Zusammenhang bebaute Ortsteil endet mit der letzten Bebauung. Eine Baulücke liegt dann im Innenbereich, wenn die umliegende Bebauung noch den Eindruck der Geschlossenheit vermittelt und - vorausgesetzt das Baugrundstück liegt direkt an der Erschließungsstraße an - bebaute Grundstücke an mindestens zwei Seiten angrenzen. Im Innenbereich ist ein Bauvorhaben so zu planen, daß es sich an den bereits vorhandenen Gebäuden orientiert.

 

3. Außenbereich

 

Eine Außenbereichslage ist dann gegeben, wenn eine Bebauung weder innerhalb eines Bebauungsplanes noch im Innenbereich erfolgen soll. Für Bauen im Außenbereich hat der Gesetzgeber Genehmigungen an strenge Bestimmungen gebunden. Dadurch soll gewährleistet werden, daß die freie Natur nur im unbedingt erforderlichen Maße durch Bauvorhaben in Anspruch genommen wird.

 

Eine Außenbereichslage ist oft auch schon dann gegeben, wenn es sich um Grundstücke am Ortsrand handelt. Zur Abklärung, ob ein Grundstück im Außenbereich bebaut werden kann, sieht das Baurecht das Verfahren des Vorbescheides vor.

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